Sie sind dabei, in den sogenannten Atlantistunnel einzutauchen, eine gigantische Lavaröhre, die beim Ausbruch des nahegelegenen Volcán de la Corona entstand. Um zwölf Uhr mittags scheint die Sonne über das mit Lavagestein übersäte Land und lässt vor allem die Flechten erstrahlen (eine kleine zarte Pflanze in hellgrüner Farbe, die sich auf dem Lavastein erhebt), ebenso wie die Oleanderblättrigen Kleinien, die das Vulkantal schmücken.

Vorplatz-Cueva

Diese Kulisse imponiert Besuchern, zieht sie an und leitet ihre Schritte in Zeitlupe, mit ungewohnter Scheu, sie enthüllt eine gewisse Ehrfurcht für diesen Ort. Sie gehen in Reihen, als ob sie Angst hätten, dieses zerbrechliche Szenario zu zerstören. Auf dem Vorplatz treffen sich jene, die ankommen, und jene, die den Tunnel bereits durchquert haben (eine 50-minütige Tour unter der Erde hindurch).

Eingang-zur-Hoehle

Diese Kreuzung der Wege ist überaus aufschlussreich. Jene, die ankommen, behalten einen ernsten Gesichtsausdruck, der ihre Unsicherheit spiegelt, jene hingegen, die bereits aus der Höhle kommen, grinsen von einem Ohr zum anderen, denn sie kennen bereits alle Schätze, die der Atlantiktunnel bereit hält. In der Cueva de los Verdes verbergen sich unaussprechliche Geheimnisse. Nur die, die sie betreten, können sie erfahren.

Fotos: Ramón Pérez Niz

Artículo original: http://inside.lanzarote3.com/2015/en-la-explanada-de-la-cueva-de-los-verdes/



Antwort hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.