Von: CACT Am: 03/09/2016 In: Museo Atlántico

Seitdem das Museo Atlántico Realität geworden ist, hat man weltweit in Hunderten von publizierten Artikeln seine erstaunliche Schönheit beschrieben.

Für Lanzarote ist es zweifelsohne ein herausragender Meilenstein und eine Verstärkung der Arbeit für die Insel, mit der César Manrique vor Jahrzehnten begonnen hat. Jason deCaires Taylor ist ein international renommierter Künstler und sein Werk wurde darüber hinaus stets von Umweltschutzkreisen unterstützt, denn seine Kunstwerke tragen dazu bei, das Meeresökosystem zu erhalten und manchmal sogar zu verbessern.

Die Daten überraschen und erfreuen uns

Wir haben soeben den zweiten Umweltbericht zur Kontrolle und Nachverfolgung der Unterwasser-Installationen des Museo Atlántico erhalten. Dies ist ein besonders wichtiger Bericht, da es sich um den ersten handelt, der einen Vergleich zwischen dem Meeresleben vorher und dem nach fünfmonatigen Bestehens des Museums zulässt. Folglich liefert der Bericht Informationen über die Wirkungen, die dieses so künstlerische Meeresriff erzeugt hat.

Museo Atlántico

Wie ist man vorgegangen?

Die Vorgehensweise lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen: ein Vergleich zwischen bestimmten ökologischen Kennzahlen, bezogen auf die Menge und die Vielfalt der Lebewesen, die ihren Lebensraum im Museum an zwei verschiedenen Zeitpunkten haben – Mitte Januar, vor der Installation, und Mitte Juni dieses Jahres, dreieinhalb Monate nach der Eröffnung für das Publikum.

Explosion des Lebens im Museo Atlántico

Die Ergebnisse sind erstaunlich, denn sie weisen einen Anstieg der beweglichen Organismen in einer Größenordnung von 200 % aus, bezogen auf Parameter wie den Artenreichtum (Anzahl der Spezies), die Fülle (Anzahl der Individuen jeder Spezies) und die Dichte in der Meereszone für das Museum. Die Biomasse – in anderen Worten, die aus diesen Organismen gebildete Materie – ist um rund 36 kg angestiegen. Dies teilt sich unter anderem auf Arten wie die Bohrmuschel, die Meerbarbe, die Meerbrasse, die Makrele und den Seeteufel auf.

Museo Atlantico

Die Studie zeigt ebenfalls, dass in der Museumszone die Tendenz zu beobachten ist, sich an den nächstgelegenen Rand (einer Untiefe/Sandbank) anzugleichen. Diese Tendenz kann man so erklären, dass der durch die Skulpturen erzeugte Effekt ähnlich ist wie der des Randes einer Sandbank, d. h. diese Zone fungiert sowohl als Refugium als auch wie eine Art Substrat, das viele Lebewesen anzieht.

Fischschwarm Museo Atlantico

Obwohl noch einige Zeit vergehen muss, um diese Tendenz zu bestätigen und um der Erforschung der sessilen Organismen (festsitzende, nicht bewegliche Arten wie Algen, Moostierchen und Schwämme) mehr Raum zu geben, kann man davon ausgehen, dass diese Kennzahlen die positive Wirkung bekräftigen, die dieses Projekt auf das Umfeld hat – nicht nur aus der Perspektive des Umweltschutzes sondern auch in Bezug auf wirtschaftlichen und sozialen Nutzen.

Vollständige Studie als PDF-Datei  herunterladen

Über das Museo Atlántico

Das Museo Atlántico wurde als ein Ort geschaffen, an dem die Meereswelt und Natur bewahrt und geschützt werden, und die Bildung über diese Lebensräume, die ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Wertesystems sind, gefördert wird.

Das Museum befindet sich in 12 Meter Tiefe in kristallklarem Wasser in der Nähe der südlichen Küste von Lanzarote, in der Bucht Las Coloradas, einem Ort, der vor allem wegen der Beschaffenheit des Meeresbodens ausgewählt wurde. Es erstreckt sich über eine Fläche von 2.500 Quadratmetern und ist für Taucher und Sporttaucher zugänglich – eine touristische und kulturelle Attraktion.

Wenn Sie das Museo Atlántico besuchen möchten, können Sie auf unsere Firmenliste EOMA zugreifen. Hier sind zertifizierte Firmen genannt, die spezielle Tauchführungen anbieten.

Fotos von Jason deCaires Taylor. 

Copyright E-Mail an museoatlantico@centrosturisticos.com

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