Museo Atlántico

Das Museo Atlántico wurde als ein Ort geschaffen, an dem die Meereswelt und Natur bewahrt und geschützt werden

und die Bildung über diese Lebensräume, die ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Wertesystems sind, gefördert wird. Dies ist die unterschwellige Botschaft, die dieses und alle anderen Werke von Jason deCaires Taylor durchdringt: ein Appell für den Schutz der Ozeane.

Das Museumsprojekt erzeugt ein großes künstliches Riff, das aus einer Reihe von pH-neutralen Zementskulpturen besteht, die im Laufe der Zeit der marinen Biomasse helfen, zu gedeihen und so die Fortpflanzung der Spezies der Insel erleichtern.

Lage

Das Museum befindet sich in 12 Meter Tiefe in kristallklarem Wasser in der Nähe der südlichen Küste von Lanzarote, in der Bucht Las Coloradas, einem Ort, der vor allem wegen der Beschaffenheit des Meeresbodens ausgewählt wurde. Es erstreckt sich über eine Fläche von 2.500 Quadratmetern und ist für Taucher und Sporttaucher zugänglich – eine touristische und kulturelle Attraktion.

Öffnungszeiten des Büros: 10:00 bis 17:00 Uhr (Montag bis Freitag)

Öffnungszeiten: 10:00 bis 16:00 Uhr

Letzter Einlass: 15:40

Das Museo Atlántico verfügt über ein Sicherheitsschiff.

Informationsstellen:

  • La Casa Amarilla: C/ León y Castillo, Nº 6, Arrecife, Lanzarote. Von 10:00 bis 20:00 Uhr von Montag bis Freitag. Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr.
  • Büro des Hafens Marina Rubicón: Montag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Internationales Museum für Zeitgenössische Kunst, MIAC-Castillo de San José: Avenida Puerto Naos, ohne Hausnummer, Arrecife. Von 10:00 bis 20:00 Uhr

Erwachsene Tauchen: 12,00 €

Erwachsene Schnorchel: 8,00 €

(Reservierung nur mit EOMAS)

Maximal 1 Stunde im Wasser. Sie starten im Hafen Marina Rubicón im Süden der Insel (siehe Lagekarte des Museums). Dabei werden Sie immer von einem zertifizierten Öko-Tauchführer begleitet (auch beim Schnorcheln).

Es wird Kleidung zum Sporttauchen benötigt, bzw. zum Schnorcheln, sofern erlaubt.

Der Besuch ist auch für Familien möglich. Bitte lesen Sie zuvor die rechtlichen Bestimmungen.

Minderjährige benötigen zum Tauchen eine schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern.

Gemäß PADI gelten folgende Regeln:

  • 8-Jährige dürfen bis zu 2,5 m tief tauchen
  • 10-Jährige dürfen bis zu 12 m tief tauchen
  • 15-Jährige dürfen bis zu einer Tiefe von 18 m tauchen.

Besucher, die schnorcheln möchten, müssen mindestens 8 Jahre alt sein und schwimmen können.

Zertifikat: PADI, falls Sie tauchen gehen möchten.

Zudem wird in folgenden Fällen vom Tauchen oder Schnorcheln abgeraten:

  • Bei Personen mit Herzproblemen, Asthma oder Erkältungen.
  • Bei Personen, die einen Kater haben oder unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen.
  • Bei schwangeren Frauen.

Wenn Sie an gesundheitlichen Problemen oder körperlichen Einschränkungen leiden, die diese Aktivität erschweren, melden Sie sich bei Ihrem Tauchunternehmen.

Zwei Prozent der Einnahmen des Museo Atlántico fließen in Projekte zum Schutz, zur Erforschung und/oder zur Vermittlung von Wissen über das Leben in der Meereswelt von Lanzarote und den Kanarischen Inseln. Wenn auch Sie Freund des Museo Atlántico werden und einen Beitrag zu diesem guten Zweck leisten möchten, können Sie dies über das Konto amigosdelma@centrosturisticos.com tun.

Bei Ihrer ersten Spende erhalten Sie eine Sponsorenkarte des Museo Atlántico, zudem werden Sie gelegentlich über Projekte informiert, denen die Spenden zugute kommen. Weitere Details über das Engagement des Museo Atlántico für Nachhaltigkeit, Kunst und Natur erfahren Sie in den Regeln für Nachhaltigkeit.

Ein Museum unter dem Meer

Von Galerien zu einer Unterwasserwelt

Mit der Erschaffung des monumentalen Projekts Museo Atlántico wollte der Künstler Jason deCaires Taylor einen wirkungsvollen visuellen Dialog zwischen Kunst und Natur schaffen. Das Unterwassermuseum, das mit Fokus auf den Umweltschutz als riesiges künstliches Riff gestaltet wurde, konnte seit der Versenkung der ersten Skulpturen im Jahr 2016 bereits eine beträchtliche Zunahme der Vermehrung und Vielfalt der Spezies verzeichnen. Aktuell wird es häufig von Engelhaien, Schwärmen von Barrakudas und Sardinen, Kraken, Schwämmen und gelegentlich von Schmetterlingsrochen besucht.

Das Museum, das sich auf einer Fläche von 50 x 50 Metern des unbewohnten Meeresbodens erstreckt, wurde aus pH-neutralen, umweltfreundlichen Materialien errichtet, alle seine Bestandteile wurden so entworfen, dass sie sich in das endemische Meeresleben einfügen. Die Tour durch das Museum beginnt am Eingang und endet am Ausgang. Die Ausstellung besteht aus zehn Installationen, deren Ziel ein Reflektieren über die heutige Zeit ist, und die einige Fragen über die Nutzung der natürlichen Ressourcen aufwerfen.

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Jason DeCaires Taylor wurde vom Magazin Foreign Policy als der „Jacques Cousteau der Kunstwelt“ bezeichnet, er ist ein international renommierter Bildhauer, der lebendige Unterwasser-Installationen erschafft.

Im Jahr 1974 als Sohn eines englischen Vaters und einer guyanischen Mutter geboren, wuchs er in Europa im Südosten von England auf, erwarb 1998 am London Institute of Arts seinen Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung in Bildhauerei und wurde anschließend Tauchlehrer und Unterwasser-Naturalist. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Tauchen wurde Taylor außerdem für seine dramatischen Bilder, die die Entwicklung der Skulpturen und die metamorphischen Effekte des Ozeans nachzeichnen, mit Preisen für Unterwasserfotografie geehrt.

2006 gründete und gestaltete Taylor den weltweit ersten Unterwasserpark mit Skulpturen. Dieser Park, der an der Ostküste von Grenada auf den Antillen liegt, wird von National Geographic zu einem der 25 Weltwunder gezählt, und trug maßgeblich zum Entschluss der lokalen Regierung bei, an dieser Stelle ein Meeresschutzgebiet auszuweisen. 2009 gründete er MUSA (Museo Subacuático de Arte – Unterwasser-Kunstmuseum), ein monumentales Museum mit einer Sammlung von mehr als 500 Skulpturen, die vor der Küste von Cancún versenkt wurden und von Forbes als ein weltweit einzigartiges Reiseziel beschrieben werden. Mit diesen ambitionierten und anhaltenden Arbeiten verfolgt er ein praktisches Ziel: Die positive Interaktion zwischen den Menschen und dem empfindlichen Unterwasserlebensraum zu erleichtern.

Taylors Kunst ist einzigartig, ein Paradox der Schöpfung: leblose Objekte, erbaut, um vom Ozean aufgenommen zu werden und sich in ein lebendiges Korallenriff zu verwandeln, und so die Eingriffe durch Menschen als positiv und ermutigend darzustellen. Zahlreiche Publikationen und Dokumentationen haben sich mit seinem außergewöhnlichen Werk befasst, darunter BBC, CNN, Usa Today, The Guardian, Vogue, New Scientist und der Discovery Channel, doch keine davon konnte der vergänglichen Natur seiner Kunst gerecht werden, denn jeder Besuch ist einzigartig und subjektiv, verbunden mit der dynamischen Strömung des Ozeans.

Umweltbewusstsein

Seine bahnbrechenden Projekte der öffentlichen Kunst sind mehr als erstklassige Vorbilder für Umweltschutz.

Sie sind zugleich Kunstwerke, die einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem größeren Bewusstsein für die Umwelt anregen möchten, und uns dabei die Möglichkeit bieten, die atemberaubende natürliche Schönheit der Unterwasserwelt wertzuschätzen.

Im Sommer 2014 versenkte Taylor „Ocean Atlas“ vor den Bahamas, mit 5 Metern Höhe und einem Gewicht von mehr als 60 Tonnen die bisher größte Skulptur, die im Meer versenkt wurde.

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Route Museo Atlántico

Los Jolateros Museo Atlántico

Los Jolateros

Eine Gruppe von Kindern in ihren kleinen Messingbooten, die „jolateros“ genannt werden, eine Anspielung auf eine Tradition von Lanzarote und zugleich eine Metapher für eine mögliche Zukunft unserer Kinder, geprägt von der Unsicherheit des Reisens in einem solchen Boot.

Unsterblich

Die Figur, die einem lokalen Fischer von der Insel La Graciosa an der Nordküste von Lanzarote nachempfunden ist, liegt auf einem Berg aus Betonstäben, die einen traditionellen Scheiterhaufen bilden.

Das Floß von Lampedusa

Nachsinnen über die humanitäre Krise auf Grundlage des Gemäldes von Gericáult, das eine Szene des Schiffsbruchs der französischen Fregatte Medusa vor der Küste Mauretaniens und die Besatzung, die im Stich gelassen wurde, darstellt. Eine Hommage an jene, die ihr Leben auf dieser Reise verloren haben.

Keine Verbindung

Ein Paar, das ein „Selfie“ aufnimmt, lädt zum Nachdenken über die neuen Technologien und die moderne Selbstbezogenheit ein. Diese Skulptur befindet sich neben La Balsa de Lampedusa, sodass man einen tragischen Moment umgeht und dieser stattdessen zu einem „Hintergrund“-Ereignis wird, das festgehalten werden muss.

Überquerung des Rubikon

Dieses Werk besteht aus 35 menschlichen Figuren, die auf eine Mauer und eine Pforte unter dem Ozean zulaufen, eine Grenze zwischen zwei Wirklichkeiten und eine Pforte zum Atlantischen Ozean. Es ist ein Denkmal des Absurden, eine dysfunktionale Barriere inmitten des großen Nasses, ein dreidimensionaler Raum, der in jede Richtung überschritten werden kann.

Hybridgarten

Eine Fusion aus Natur und Mensch und zugleich eine Anspielung auf die reichhaltige Vegetation von Lanzarote. Diese Skulpturen sind halb Mensch, halb Kaktus und stellen einen wichtigen Teil des botanischen Gartens dar.

Portal

Im Portal blickt eine junge Hybridenfrau in einen großen rechteckigen Spiegel, der die sich bewegende Oberfläche des Ozeans spiegelt. Der Spiegel erstreckt sich über eine Reihe von Strukturen in Kaktusform, die kleine Fächer enthalten, „Lebensstationen“, die ersonnen wurden, um Kraken, Seeigel und Fischbruten anzulocken.

Dereguliert

Dereguliert ist ein Spielplatz, auf dem Geschäftsleute in Anzügen auf einer Schaukel und zwei Wippen spielen, fernab der Welt der Natur.

Fototermin

Ähnlich wie das „Selfie“-Paar entfachen die Fotografen eine Debatte über das ständige Fotografieren in der heutigen Gesellschaft.

Menschliche Wendung

Die letzte Skulptur im Museo Atlántico ist ein Wirbel aus Menschen, der aus 200 lebensgroßen Skulpturen besteht, die eine große runde Formation bilden. Die Position der Figuren bildet ein Riff, das von marinen Lebewesen bewohnt werden kann und verabschiedet die Besucher am Ende der Tour auf emotionale Weise.

Besuchen Sie uns!

Eine Pforte zum Ozean

Wenn Sie das Museo Atlántico entdecken möchten, müssen Sie dazu ein zertifiziertes Tauchunternehmen nutzen. Tauchunternehmen beschäftigen Trainer, die als Öko-Tauchführer (EDG) ausgebildet wurden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter museoatlantico@centrosturisticos.com

Sie können die Skulpturen besichtigen und auf Wunsch auch Fotos machen.

Unterwasserfotos sind immer erlaubt, sofern sie nur privaten Zwecken dienen.

Wenn Sie die Bilder gewerblich nutzen möchten, müssen Sie sich mit unserer Abteilung für Urheberrechte in Verbindung setzen, klicken Sie auf den Button, um dieser Abteilung eine E-Mail zu senden.

Um eine Zertifizierung als Öko-Tauchführer zu erhalten, müssen Sie sich in einem Workshop von dem Künstler Jason deCaires Taylor ausbilden lassen.

Senden Sie uns bei Interesse eine E-Mail an acreditacionesma@centrosturisticos.com

Laden Sie sich die Karte für die empfohlene Tauchroute in dieser ersten Phase herunter.